Andújar...

Sociedad Protectora de Animales y Plantas San Francísco de Asís
Andújar /Spanien

 

Die Tierschutzorganisation "Sociedad Protectora de Animales y Plantas San Franciso de Asís" (dt. "Tier- und Pflanzenschutzverein Heiliger Franz von Assisi") hat ihren Sitz in Andújar, einer Kleinstadt mit ca. 40.000 Einwohnern, die zur Provinz von Jaén gehört. Andújar liegt ca. 2,5 Autostunden von Madrid und ca. 2,5 Autostunden von Málaga entfernt im Gebirge.

                                                         

Die Tierschutzorganisation „San Francisco de Asís“ hat in der örtlichen Perrera (Tötungsstation) von Andújar 6-8 Zwinger angemietet, in denen jeweils je nach Grösse ca. 10-15 Hunde unterbringen können.
Nebenan in den anderen Zwingern herrscht weiterhin das traurige Klima der Tötungsstation. Ein mittlerweile neuer und junger städtischer Angesteller, der den Tierschützerinnen gerne zur Hand geht und - im Gegensatz zu seinem Vorgänger - gut mit den Hunden umgeht, kümmert sich um diese Hunde und muss Hunde töten, wenn zuviele in der Perrera sind. Auch, wenn er es ungerne macht.
Die Hunde der Tierschützer hingegen sind sicher untergebracht und dürfen nicht getötet werden. Ihre Hunde übernehmen sie aus der Tötungsstation. Wenn sie einen ihrer Hunde in den sicheren Zwingern vermittelt haben, darf ein anderer Hund aus der Tötung seinen Platz einnehmen. Dies muss alles für jeden Hund bei der Stadt immer neu beantragt werden und man kann sich vorstellen, wie abhängig die Tierschützer von der Laune des Bürgermeisters sind.
Die Hunde in der Perrera kommen sehr oft aus Familien, die alte gegen neue süsse Rassehunde eintauschen, oder sie werden auf der Strasse eingefangen oder von Jägern (v.a. Galgos oder Podencos) ausgesetzt oder wenn diese gnädig sind in der Perrera abgegeben.

                                        

Das Team der Tierschützer besteht aus 8 aktiven Mitgliedern: Nuria, Marga und ihr Ehemann Juanji, Ana und ihr Ehemann Ricardo, Rebeca, Angelika und Angelines.

Sie kümmern sich um die Hunde, arbeiten schichtweise tagtäglich in der Perrera – neben ihrer normalen Arbeit -, um die Zwinger sauberzuhalten, den Hunden Futter und viel Liebe zu geben.
Die Zwinger sind kärglich eingerichtet. Die Hunde haben kein Dach als Schutz vor Regen und Sonne über dem Kopf und schlafen auf alten Holzpaletten. Decken würden innerhalb von Sekunden zerfetzt werden und Hundehütten gibt es keine und Mäntel für den Winter als Schutz vor Regen und Kälte (v.a. für die dünnhäutigen Galgos und Podencos sehr wichtig) gibt es kaum.  Als Nothilfe haben die Tierschützer schon Planen über die Zwinger gespannt, um die Hunde wenigstens etwas zu schützen. Das dürfen sie aber nur in ihren angemieteten Zwinger machen. Die Hunde in der Tötung leben in noch weniger Komfort.
Extra Zwinger für Hundemamis mit ihren Welpen oder nur für Welpen gibt es nicht. Die Welpen leben aus Vorsicht vor den grösseren Hunden im Abstellraum bzw. im WC-Raum der Perrera.
Nicht verträgliche Hunde haben in der Perrera kaum eine Chance, denn sie können nicht einzeln gehalten werden. Täglich kommt es zu Beissereien (vor allem in den Tötungszwingern), aufgrund des Futterneides.
Um die Galgos in der Perrera sorgen sich die Tierschützer am Meisten, denn diese werden gerne von in der Nähe lebenden Zigeunern über Nacht gestohlen und zur Jagd missbraucht. Deshalb stehen diese in Spanien auch nicht in den Vermittlungsseiten im Internet. Es soll niemand von ihnen wissen.
Während der täglichen Reinigung dürfen die Hunde auf dem schmalen Gang der Perrera ihren Auslauf geniessen. Spazierengehen ist streng verboten und wenn die Tierschützer von der Stadt dabei erwischt werden, bekommen sie strengere Auflagen, was sie vermeiden möchten.

                                       

Und zwischendurch findet sich zur Freude aller Beteiligten auch immer wieder Zeit zum Schmusen. ;-)

Sie bereiten die Hunde für die Vermittlung vor, fahren sie zum Tierarzt und halten Kontakt zu den Tierschutzorganisationen in Deutschland (Adoptionen in Spanien sind sehr selten), die ihre Hunde  und auch die Hunde aus der Tötung vermitteln.

Videos aus der Perrera können Sie sich gerne hier anschauen:

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Nach Adoptionsbekanntgabe aus Deutschland bringen die Tierschützer die Hunde – manche von ihnen leben schon über 2 Jahre in der Perrera - zum Flughafen, um sie persönlich in ihre neue Heimat zu schicken.


Der Traum der Tierschützer von Andújar, ein eigenes Tierheim zu bauen befindet sich momentan in der Realisierungsphase. Vor ca. 1,5 Jahren (2005/2006) haben sie ein um die 20.000 m² grosses Grundstück erworben, dass sie zu dem Zeitpunkt schon direkt einzäunen konnten.

Das annähernde Budget zur Finanzierung des Projekts „Tierheimbau Andújar“ liegt bei insgesamt ca. € 250.000, was die Tierschützer alleine auf keinen Fall aufbringen können.
Geplant sind ein Verwaltungsgebäude mit Tierklinik, eine Hunde- und eine Katzenanlage  und eine Tierpensionsanlage zzgl. Frei- und Auslaufflächen.

Wenn das Tierheim endlich fertig ist, kommen noch die Inneneinrichtung und die Kosten für die festen Angestellten hinzu. Auch ein neues Auto (Transporter) muss angeschafft werden, um Tiere zu transportieren. Und die Kredite zur Finanzierung müssen weiterhin abgezahlt werden. Die Hilfe aus dem Ausland ist für die Tierschützer deshalb unverzichtbar.

Wenn Sie die Tierschützer der „Sociedad Protectora San Francisco de Asís“ mit uns zusammen unterstützen möchten, dann können sie dies gerne mit einer kleinen oder auch grossen Spende tun.

Die Bankverbindung des Vereins in Spanien lautet:

Empfänger: Soc.Protectora San Franscisco De Assis
IBAN:  ES6821030302900032888847
BIC: UCJAES2M
Verwendungszweck: „Vergessene-Pfoten e.V.“

Selbstverständlich können Sie Ihre Spende auch direkt an uns überweisen, damit wir Ihre Spende direkt an die Tierschützer weiterleiten können:

Vergessene Pfoten e.V.
Deutsche Bank Mülheim
BLZ: 362 700 24
Kto.Nr.: 10 20 452
Verwendungszweck: „Projekt Andujar“

 

 

Update / Fortschritte Tierheimbau. Hier sprechen die Bilder für sich! :-)

 

 

Desweiteren benötigen die Tierschützer in Spanien dringend neben

  1.  Transport-/Flugboxen
  2.  Hundehütten
  3.  Hundemänteln
  4.  auch Leinen, Geschirre und Halsbänder für ihre Hunde.

Diese Gegenstände dürfen gerne gebraucht sein.

Wir freuen uns auf jede Nachricht von Ihnen!

Ihr Vergessenes Pfoten Team