Vergessene Pfoten e.V.
Nur mit dem Unmöglichen als Ziel kommt man zum Möglichen
15. Juni 2026
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Kay

RasseMischling
Altergeb. ca. 05/2021
GeschlechtRüde
Kastriertja
HerkunftSpanien / Andújar
AufenthaltsortSpanien / Alicante

Größeca. 65 cm
Listenhundja
Katzenverträglichnein

Vermittlungsgebietkeine Vermittlung
Update 12.06.2026

Nach ein paar Wochen in ihrer Obhut möchte Kays Pflegefrauchen über seine tolle und positive Entwicklung berichten:

"Noch nie haben wir einen Hund aufgenommen, bei dem wir so gar nicht wussten, wohin die Reise gehen wird.
Bei Kay war irgendwie alles anders, außer, dass wir wussten, wir müssen helfen – im Refugio hätten sich seine Verhaltensstörungen nur noch weiter verfestigt.
Also mal wieder auf das Herz gehört und nicht auf den Verstand. Keine Kapazität? Egal, der eine hat noch Platz. Verhalten anderen Hunden gegenüber völlig unbekannt? Egal, wir haben Zeit und Raum fürs Training. Möglicherweise Futterneid? Egal, wird halt separat gefüttert. Impulskontrolle bei Eichhörnchen/Kaninchen/Vögeln auf dem Grundstück? Egal, wozu gibt es Schleppleinen ...
Diese Aufzählung ließe sich noch viel weiter fortsetzen, denn letztlich wussten wir wegen der immer massiver werdenden Verhaltensweisen (Steine transportieren, Lichtreflexe und Schatten jagen) nur wenig über Kays Charakter, da dieser fast gar nicht mehr zum Vorschein kam.
Entsprechend waren wir auf das Schlimmste vorbereitet: einen extrem kräftigen, futterneidischen, hundeunkompatiblen Kay, der nur Steine schiebt, hysterisch kläfft, Lichtreflexe jagt und sich zwischendurch mit unseren anderen Hunden prügelt.

Spoiler: So ist es überhaupt nicht.

Kay kam an, wurde vorsichtig an die anderen Hunde herangeführt, erwies sich als superfreundlich und damit war die Vergesellschaftung erledigt – wobei unsere Hunde auch extrem entspannt mit neuen Hunden sind. Alles völlig unspektakulär.
Und fortan stiefelte Kay mit den anderen Hunden durch die Gegend oder rannte später pöbelnd mit zum Zaun, wenn er nicht gerade schläft. Und das am liebsten bei einem von uns im Arm. Ohne dabei aber ein Problem mit anderen Hunden zu haben, die auch kuscheln wollen.
Überhaupt schlafen und schnarchen – anfänglich hat er die Tage fast komplett verschlafen, inzwischen ist es (bis auf die Lautstärke beim Schnarchen) in einem normalen Rahmen.
Nahrungsmittel findet er total spannend, trotzdem schafft er es schon, vor seinem Napf zu warten, bis das Futter freigegeben wird. Seine Verfressenheit erweist sich als sehr hilfreich beim Training und er hat inzwischen eine gute Figur. Als er kam, war Kay durch den Stress in seinem Kopf nämlich deutlich zu dünn.
Mit den anderen Hunden ist er viel im Kontakt, zusammen liegend oder unterwegs auf dem Grundstück, er genießt die Hundegesellschaft und hat auch erste Spielanwandlungen. Die Distanzlosigkeit unseres Rottimädels wird auch hingenommen, die Polterigkeit der jüngsten Mastína ebenso – Kay ist stets grundgelassen, auch mit den teilweise etwas prolligen Rüden gab es noch keinen Diskussionsbedarf. Wiewohl wir zugeben müssen, dass wir da noch ein bisschen drauf warten und es gar nicht glauben können, dass es tatsächlich so chillig ist.

Auch das An- und Ausziehen des Geschirrs ist kein Problem, im Gegenteil, er freut sich über das Geschirr.
Und überhaupt: Autotür auf, Kay springt rein, ab zum Antrittsbesuch bei der Tierärztin, Leine kein Problem, andere Tiere und Menschen bei der TÄ werden freudig bewedelt, die TÄ wird freudig begrüßt, die Untersuchung problemlos und wedelnd ausgehalten, fertig, ab ins Auto und das war es – bitte wie? Für diesen ursprünglich verhaltensoriginellen Hund ist nicht einmal das ein Problem?

Aber was ist nun mit seinen Verhaltensstörungen?
Schatten sind völlig egal, aber Lichtreflexe sind ein (kleines) Thema. Gut, man muss auf dem Grundstück auch keine Uhr tragen. Etwas überraschend ist, dass sogar Tupperwarendeckel im Haus Lichtreflexe entstehen lassen.
Aber daran können wir gut arbeiten, momentan ist aber die Strategie noch Vermeidung der Lichtreflexe. Wenn Kay meint, etwas entdeckt zu haben, wird dafür gesorgt, dass es nicht mehr vorhanden ist, und entsprechend schnell vergeht der Reiz.

Steine beißen/tragen/ankläffen/durch die Gegend schieben oder vor Frust Grasbüschel rausreißen: Letzteres kam gar nicht vor und die "Beschäftigung" mit den Steinen ist in den ersten beiden Wochen vielleicht fünfmal vorgekommen – immer in Situationen, in denen seine Frustrationstoleranz nicht ausreichte und er ein Ventil brauchte. Wir haben die ursächliche Situation sofort beendet, Kay entsprechend aus der Situation herausgenommen und das war es dann auch. Seit drei/vier Wochen ist es gar nicht mehr vorgekommen.

Kay hat den Absprung aus seinem inneren Gefängnis gerade noch rechtzeitig geschafft.

Insgesamt können wir zu Kay sagen, dass wir selten einen so coolen, freundlichen und entspannten Hund aufgenommen haben. Sein toller Charakter wurde leider völlig von seinen Verhaltensauffälligkeiten und seiner Optik (schwarz, kräftig, Listenhund) überlagert.
Wobei es eine Sache gibt, die wir nicht verschweigen dürfen: Es kam durchaus schon zu Verletzungen bei uns durch Kay – blaue Flecken, wenn einen die (zugegebenermaßen sehr kräftige) Rute beim Dauerwedeln am Oberschenkel erwischt. Das tut echt weh. Und Kay freut sich irgendwie immer. Er erscheint immer glücklich, zufrieden, aufgeschlossen, liebevoll, geduldig ... okay, ich höre jetzt auf, bevor es zu viel wird :-D

Wir bedanken uns beim Team der Vergessenen Pfoten, die uns diesen extremen Problemfall anvertraut haben und uns so die Möglichkeit gaben, ein einzigartiges Hundejuwel zu entdecken. Und natürlich bei allen Paten, die den weiteren Weg mit uns zusammen gehen möchten und werden."




Video Kay 05/2026




Update 18.04.2026

Mit großer Sorge haben wir über Monate Kay dabei beobachtet, wie seine stereotypen Verhaltensweisen immer massiver wurden. So wuchs auch die Angst, dass er sich bald komplett darin verliert und überhaupt nicht mehr ansprechbar ist.

Da dieser Gedanke uns allen sehr auf der Seele lag und für diesen besonderen Hund eine Vermittlung unmöglich ist, haben sich unser Hundetrainer und seine Frau dazu entschieden, Kay zur Dauerpflege aufzunehmen.

So wurde das heimische Gelände noch „kay-sicher“ ausgestattet, damit er in das heimische Rudel integriert werden kann – und so begann die Reise.

Ab jetzt wird Kay viel Aufmerksamkeit und angemessene Auslastung bekommen und sein Leben hoffentlich bald in vollen Zügen genießen können.

Wir werden selbstverständlich weiter berichten.

Wir danken Randi und Helle sehr, dass sie sich wieder einmal einer so besonderen Fellnase annehmen, und wünschen uns für Kay Paten, die ihn auf seinem weiteren Weg begleiten.

Video Kay 04/2026 – Paten gesucht!




Video Kay (Notfall) 09/2025




Update 11.08.2025

Kay ist noch immer unser Sorgenkind!

Der Alltag im Tierheim ist für viele Hunde eine Herausforderung – für Kay ist er eine Qual. Die Verhaltensstörungen, in denen er gefangen ist, manifestieren sich immer stärker. Sein Verhalten zeigt uns jeden Tag aufs Neue: Kay ist massiv unterfordert, körperlich wie seelisch.

Dabei ist Kay eigentlich ein Hund, der Nähe liebt und Zuwendungen genießt. Nur reichen unsere begrenzten Möglichkeiten bei Weitem nicht aus. Was er dringend braucht, ist ein Mensch, der ihn nicht nur körperlich auspowert, sondern auch emotional begleitet und fördert.

Betritt man den Auslauf, lässt sich Kay anfangs gut motivieren. Er spielt, freut sich über Bälle oder kuschelige Minuten. Aber Kays Aufmerksamkeitsspanne ist sehr gering. Nach zehn bis fünfzehn Minuten Spiel und Training mit unserem Hundetrainer fällt er zurück in zwanghafte Muster: Er beißt, kratzt und leckt Steine bis zur völligen Erschöpfung oder fokussiert sich auf Schatten oder andere Reize. Ein deutliches Zeichen, wie sehr er in sich gefangen ist. In diesen Momenten braucht es mehrfache Rufe oder ein direktes Anstupsen, bis Kay reagiert und sich wieder dem Trainer zuwendet.

Kay ist kräftig, polterig und in seiner Begrüßung manchmal etwas stürmisch, im Umgang mit ihm muss man also standfest sein. Doch hinter dieser wuchtigen Fassade steckt ein Herz, das einfach nur ankommen will. Kay braucht Struktur, Geduld, klare Führung - und vor allem jemanden, der ihn aus diesem Teufelskreis der Verhaltensstörungen befreit.

Wir wissen, Kay ist kein einfacher Hund. Aber er ist ein toller Kerl mit großem Herzen, der mit seinen Menschen durch dick und dünn geht. Wir suchen ganz dringend erfahrene und kompetente Menschen, die bereit sind, sich einem schwierigen Fall wie Kay anzunehmen und ihm eine echte Chance geben.




Video Unsere Listenhunde 05/2025




Update 05.12.2024

Kay geht es leider nicht gut!

Als junger und sportlicher Hund ist er im Refugio massiv unterfordert. Er möchte so gern ausgepowert werden, aber keiner kann ihm dort diese Auslastung bieten. Derzeit lebt Kay mit Amor zusammen, die beiden verstehen sich sehr gut, sie sind beides ähnliche Powerpakete, aber das schützt Kay nicht vor der täglichen Langeweile, vor dem Leben ohne sinnvolle Aufgabe.

In letzter Zeit hat Kay begonnen, Verhaltensauffälligkeiten zu zeigen. Anfangs trug er kleinere Steine in Tennisballgröße mit sich herum, doch mittlerweile hat er sich den großen Begrenzungssteinen zugewandt. Er schiebt diese durch den Auslauf, bellt oder leckt sie an und scheint dabei geistesabwesend zu sein. Er reagiert in diesen Momenten meist nicht auf Ansprache oder andere Ablenkungsversuche. Es ist offensichtlich, dass er mit der neuen Art der Beschäftigung versucht, seine Unterforderung und Langeweile zu kompensieren.

Kay braucht Hilfe! Er benötigt eine kompetente Familie mit Hundeerfahrung, die ihn fördert und körperlich sowie geistig auslastet. Auch seine stürmische Art, die er anfangs vor lauter Überschwang gerne mal an den Tag legt, sollte von seinen Menschen gebremst werden. Aufgrund seiner Energie und seines Temperaments sollten kleine Kinder nicht im Haushalt leben.

Kay hat ein nettes und freundliches Wesen, er ist aufmerksam, intelligent und trägt ganz viel Lebensfreude in sich, die im Tierheimalltag nun aber leider schon zu schwinden beginnt. Dieses Leben im Refugio hat er nicht verdient. Er sehnt sich nach einem Zuhause, in dem er die Liebe und Aufmerksamkeit bekommt, die er braucht. Wenn ihr Kay eine Chance geben möchtet, meldet euch gerne bei seiner Vermittlerin.




Andújar, den 08.05.2024

Den hübschen Kay beschreibt man treffend mit zwei Worten: Lebensfreude und Power!

Über die Vergangenheit des etwa 3 Jahre jungen Rüden wissen wir nicht viel. Kay lebte in der Perrera in Jaén, dem städtischen Tierheim. Immer wieder kommt es vor, dass die Mitarbeiter der Perrera um Hilfe bitten, denn die Vermittlungschancen sind dort verschwindend gering.

Kay hatte großes Glück: Im Refugio wurde ein passender Platz frei und Marga zögerte nicht, ihn aus der Perrera abzuholen. Das sollte sein erster Schritt in ein glückliches Leben sein.

Im Refugio zeigt sich Kay voller Lebensfreude und Energie. Es tut ihm gut, sich bewegen zu können und endlich Platz zum Toben und Spielen zu haben. Dennoch merkt man ihm an, dass ihm individuelle Ansprache und Auslastung fehlen. Kay ist unterfordert und sucht sich eigene Beschäftigung, zum Beispiel in dem Spiel mit Steinen. Das gilt es in richtige Bahnen zu lenken.

Besucher werden mit überschwänglicher Freude und viel Power begrüßt. Mit Hündinnen versteht Kay sich bisher gut, hingegen reagiert er gestresst auf Katzen und Pferde, so dass diese nicht in seinem neuen Zuhause leben sollten.

Kay ist bereit, auch dem Refugio den Rücken zu kehren und in ein eigenes Zuhause zu reisen. Wichtig ist, dass Kay eine gute Balance zwischen Ruhe und Aktivität findet. Mit Geduld, liebevoller und konsequenter Erziehung, körperlicher und geistiger Auslastung würde sich Kay an der Seite kompetenter Menschen sicherlich zum besten Kumpel, Sportsfreund und loyalen Begleiter entwickeln.

Aufgrund seiner mutmaßlichen Rassezugehörigkeit ist eine Vermittlung nach Deutschland leider nicht möglich.

Sie möchten mehr über Kay erfahren? Seine Vermittlerin freut sich auf Ihre Nachricht!









Carina Lübke hat eine Patenschaft für Kay übernommen. :o)
Vielen lieben Dank dafür!