Vergessene Pfoten e.V.
Nur mit dem Unmöglichen als Ziel kommt man zum Möglichen
19. Mai 2026
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Mariela (jetzt Romy)

✝︎ 28.02.2026

Als die elfjährige Mariela Anfang 2023 in der öffentlichen Perrera abgegeben wurde, lag ein ganzes, hartes Jagdhundeleben hinter ihr. Ihr Körper war gezeichnet von Arthrose, ihre Vergangenheit hatte Spuren hinterlassen. Doch eins war uns klar: Sie sollte die Chance auf einen würdevollen Lebensabend bekommen.

Kurze Zeit später dann durfte die Galga nach Deutschland reisen. Dort wurde aus Mariela die geliebte Romy – und aus einem Übergangszuhause eine Dauerpflegestelle. Sie fand sofort Anschluss im Rudel, genoss die Nähe zu ihren Hundekumpels und suchte sich mit Vorliebe die weichsten Liegeplätze aus. Besonders innig waren die Momente, wenn sich die kleineren Hunde vertrauensvoll an Romy schmiegten.

Dank intensiver medizinischer Begleitung gewann die schöne Galga ein großes Stück Lebensqualität zurück. Sie drehte ihre kleinen Runden, erkundete aufmerksam den Garten und nahm, wenn die Kräfte nachließen, selbstverständlich trotzdem am Alltag teil.

Romy war eine Hündin von beeindruckender Sanftmut und Gelassenheit. Sie nahm alles an, was das Leben ihr brachte, und trug sich selbst mit einer stillen Würde.

Als ihr Körper schließlich nicht mehr konnte, durfte sie behütet gehen.

Drei Jahre voller Fürsorge, Wärme und Sicherheit wurden Romy geschenkt – Jahre, in denen sie nicht mehr funktionieren musste, sondern einfach sie sein durfte.

Run free, große Romy.


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Romys Pflegefrauchen schreibt:

"Liebe Romy,

im April 2023 bist Du (als Mariela) zu mir gekommen und hast Dich sofort im neuen Rudel wohlgefühlt. Deine Vergangenheit war Dir anzusehen und so stellten wir in einem CT fest, daß Deine Schmerzen am Cauda Equina Syndrom lagen. Du hattest Glück im Unglück, denn Dein Team der Vergessenen Pfoten ließ nichts unversucht, Dir Deine letzten Jahre so angenehm und schön und schmerzfrei wie nur irgend möglich zu machen. Verschiedene Medikamente und regelmäßige Librela-Injektionen sowie Physiotherapie und Laserbehandlungen halfen Dir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine und sogar kleine Spaziergänge haben Dir wieder Freude bereitet.

Am liebsten lagst Du allerdings in einer dicken Flocke und die anderen Hunde – besonders die kleinsten – haben sich furchtbar gerne zu Dir gekuschelt. Und wenn Spaziergänge zu viel waren, bist Du auch gerne durch den großen Garten gestromert.

Ach, Romy, Du warst der Inbegriff von einer so lieben und sanften Galga. Alles hast Du mit Dir machen lassen und nie hast Du Dich beschwert. Unerschütterlich, unendlich souverän, mein stattliches Mädchen. Von jetzt auf gleich ging aber gar nichts mehr und Du konntest nicht einmal mehr stehen. Wir hatten keine Wahl und die Verantwortung, Dich zu erlösen. Du bist ganz friedlich in Deiner Flocke liegend für immer eingeschlafen. Alle im Rudel haben sich ausgiebig von Dir verabschiedet und es ist immer noch sehr ruhig hier. Es tut mir so leid, daß Du den Frühling nicht mehr erleben darfst, aber wir sind alle so glücklich darüber, daß wir Dir nach den vielen schrecklichen Jahren in Spanien noch drei gute Jahre schenekn konnten, in denen Du geborgen warst und geliebt wurdest. Mach's gut, meine Große - wir sehen uns wieder!"