Vergessene Pfoten e.V.
Nur mit dem Unmöglichen als Ziel kommt man zum Möglichen
5. September 2026
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Benito

RasseChihuahua-Pinscher-Mischling
Altergeb. ca. 06/2024
GeschlechtRüde
HerkunftSpanien / Andújar
Aufenthaltsort
Größeca. 30 cm

Pfoten im Glück – Benito

Manchmal hat das Leben seine ganz eigenen Pläne…

Ich war gerade im Refugio Andújar in Spanien. Als Teil unseres Vereins wollte ich diesen besonderen Ort endlich selbst erleben, die Arbeit vor Ort sehen und natürlich die Tiere kennenlernen. Ein weiterer, ganz persönlicher Grund für diese Reise: Meine Mutter hat „Melly Two“ adoptiert – und wir haben beschlossen, sie selbst abzuholen.

Eigentlich war für mich alles klar - ich komme nicht mit einem weiteren Hund nach Hause. Mit Teddy und Chili habe ich bereits zwei wundervolle Tierschutzhunde aus Andújar. Mein Bett ist voll – dachte ich zumindest. Ich war fest entschlossen: Ein weiterer Hund kommt nicht infrage.

Doch dann kam Benito.

Während unseres Rundgangs saß er da. Ein kleiner Chihuahua-Pinscher-Mischling, verloren inmitten des wuseligen und lauten Tierheimalltags. Seine Augen… voller Überforderung und dieser leisen Hoffnung auf Nähe. Es hat mir schlichtweg das Herz gebrochen. Benito war noch gar nicht in der Vermittlung, erst seit etwa vier Wochen im Refugio. Er war bereits kastriert und geimpft – aber vor allem war er eins: völlig unsicher. Während die anderen Hunden gut zurecht kamen und zufrieden schienen, war es für Benito zuviel.

Und plötzlich war alles anders.

Ohne lange zu überlegen, war uns klar: Dieser kleine Hund gehört zu uns. Selbst meine Mutter, die eigentlich gesagt hatte, sie würde nur zwei Hunde sitten, sah genau das, was ich gesehen habe. Und wir wussten beide – Benito soll Teil unserer Familie werden.

Also haben wir Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, um in nur zwei Tagen alles zu organisieren, damit Benito mit uns nach Deutschland reisen kann.

Es war Liebe auf den ersten Blick.

Jetzt beginnt für dieses kleine Häufchen Hund ein neues Kapitel. Ein Leben voller Geduld, Verständnis und Liebe. Und ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie Benito aufblüht und seinen Platz im Leben findet.

Willkommen bei uns in der Familie, kleiner Benito.
Letzten Sonntag kam ein Paar mit Benito zur Polizei- glücklicherweise war unsere spanische Kollegin Mary gerade dort. Sie erzählten Mary, dass sie Benito auf der Straße gefunden und mitgenommen hätten, weil er in Gefahr gewesen sei.
Benito befand sich in einer Katzentransportbox. Mary glaubte das zunächst und rief Marga, die Leiterin des Refugios an, um zu besprechen, ob es die Möglichkeit gäbe, diesen kleinen Hund im Refugio unterzubringen, um ihm das staatliche Tierheim zu ersparen.
Marga sagte, dass die Familie Benito direkt ins Refugio bringen könne, da sie gerade vor Ort sei.
Also kam Benito ins Refugio, und die spanischen Mitarbeiter waren wirklich überrascht, als sie die Transportbox öffneten. Benito biss vor lauter Angst um sich.

Die Mitarbeiter des Refugios ließen ihn in einen Auslauf. In diesem Moment wurde klar, dass dieses Paar die Besitzer von Benito waren, denn es war unmöglich, ihn einfach auf der Straße mitzunehmen und in die Transportbox zu stecken – absolut unmöglich.

Von Tag zu Tag machte Benito ganz kleine Fortschritte, er konnte ein wenig angefasst werden, es war möglich, ihn zu kastrieren, Blutuntersuchungen durchzuführen und ihn zu impfen.

Langsam wurde Benito minimal mutiger und ging mit den anderen Hunden immerhin bis zum Eingang seines Zwingers im Hundehaus, wollte aber nicht auf den Hof gehen, weil er zu große Angst hatte.
Benito ist im Refugio völlig überfordert mit der Gesamtsituation und verkriecht sich bei zu viel Aufregung in eine Ecke.

Die spanischen Kollegen vermuten, dass Benito misshandelt wurde, da er auch sehr häufig bei plötzlichen oder bestimmten Bewegungen zusammenzuckt.
Bedingt durch seine Vorgeschichte braucht Benito viel Zeit, Verständnis und Liebe.

Mit anderen Hunden oder Katzen hat er kein Problem.