» Regenbogen

Janis (jetzt Jule)

† 25.10.2020

In Spanien begann Jules Leben und es war kein schönes. Wir wissen nicht, was sie erlebt hat, aber ihre riesige Angst sprach eine ganz eigene Sprache...

Es war kein einfacher Weg für Jule von der verschreckten Hündin hin zu einer treuen und freundlichen Begleiterin, die ihren Menschen blind vertraute. Frauchen liebte sie schnell, doch ihre Umgebung beäugte Jule lange skeptisch. Wir sind ihrem Frauchen sehr dankbar, denn sie schenkte Jule die Zeit, die sie brauchte, und sie gab ihre Hündin niemals auf.

Elf behütete Jahre durfte Jule in Deutschland verbringen, doch nun riefen die Sterne nach ihr, sie solle eine von ihnen werden. Wir werden Jule nie vergessen und denken an ihre Familie in dieser schweren Zeit.


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Jules Frauchen schreibt:

"Hey Jule, vor gut 12 Jahren habe ich dich im Juli 2008 am Hamburger Flughafen abgeholt. Bei mir hast du ziemlich schnell angedockt, meine Freunde und die neue Umgebung aber lange Zeit noch misstrauisch betrachtet und dich durch eindeutige Abwehrgesten erstmal unbeliebt gemacht. Aber den allermeisten anderen Erwachsenen in deiner Umgebung hast du dann im Laufe der Zeit dein Herz weit geöffnet. Anfangs hattest du offenbar wilde Träume, in denen du viel gezappelt und gewufft hast. Das ließ im Lauf der Zeit deutlich nach, hin und wieder waren es dann sogar auch mal schöne Träume, in denen du ordentlich mit der Rute aufs Sofa geklopft hast.

Spielen und mega Spaziergänge, bei denen man andere Hunde oder gar Kinder treffen konnte, waren nie so dein Ding. Fressen und Chillen in allen Varianten dafür aber umso mehr. Es gibt noch unzählige Fotos, die von deiner Gabe, in den unterschiedlichsten Posen zu relaxen, zeugen.

Sehr ins Herz geschlichen hast du dich Laufe der Zeit auf jeden Fall bei meiner Mutter und Schwester, wusstest genau, welche Knöpfe du drücken musstest, um die beiden in deinem Sinne "vernünftig" zu erziehen. Die letzten 2 Jahre deines Lebens schienen dann jedoch allmählich beschwerlicher zu werden, du konntest so gut wie nix mehr hören und auch immer schlechter sehen, ab und an taten wohl auch Gelenke und Knochen weh. Rausgehen und deine sichere Burg verlassen wolltest du gar nicht mehr gerne.

Deine letzten 3 Wochen waren sowohl für mich als auch für dich ein ziemlicher Kampf, ich wollte dich nicht gehen lassen, aber du konntest und wolltest wohl nicht mehr.

Jedenfalls hast du dich in der Nacht zum Sonntag 25.10.2020 einfach so davongeschlichen. Ich werde immer noch todtraurig, wenn ich an dich denke, und vermisse dich so oft.

Du würdest wahrscheinlich sagen, das wir doch 'ne tolle Zeit zusammen hatten, Du hast viel Liebe verschenkt, aber sie auch mindestes doppelt zurückbekommen.

Tschüs, mein kleiner Mausbär, Mausezahn, Spitzohr, Jule. Lass es dir weiterhin gut gehen, da wo du jetzt bist."

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