Vergessene Pfoten e.V.
Nur mit dem Unmöglichen als Ziel kommt man zum Möglichen
6. Dezember 2022
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Ambara

RasseAmerican-Pitbull-Terrier-Mischling
Altergeb. ca. 05/2015
GeschlechtHündin
HerkunftSpanien / Andújar
AufenthaltsortSpanien / Andújar
Größeca. 56 cm

01.10.2022

Liebe Ambara,

wir können es noch gar nicht so richtig glauben, dass wir hier gerade wirklich über Dein Happy-End schreiben. Es macht uns glücklich, stolz und berührt uns sehr, dass Du endlich ein Zuhause gefunden hast und Dich heute auf den Weg in Dein neues Leben machst. Über fünf lange Jahre haben wir vom Team der Vergessenen Pfoten sowie Deine Paten und die vielen anderen Menschen, die Dein Schicksal verfolgt haben, sehnlichst zusammen mit Dir auf diesen Moment gewartet. Wir alle haben gehofft und gebetet, dass Du endlich das schöne Leben bekommst, welches Du so sehr verdienst. Als Listenhund hattest Du kaum Chancen adoptiert zu werden – viele liebe Menschen hätten Dich sicher gerne aufgenommen, aber die Gesetze der Länder standen leider im Weg. Wie realistisch ist es, ein Tier zu vermitteln, welches fast überall in Europa nicht willkommen ist?

Stundenlang haben wir mit Dir zusammen im Auslauf gesessen, Dich geknuddelt und Dir ins Ohr geflüstert, dass alles gut wird. Und je mehr Zeit vergangen ist, desto häufiger gab es leider die Momente, in denen wir selbst fast gar nicht mehr daran geglaubt haben. Aber aufgeben ist nicht, das hast Du uns gezeigt. Du hast tapfer durchgehalten, hast Deine Liebe zu uns Zweibeinern nie verloren, hast uns immer wieder Dein Herz in unsere Hände gelegt. Du bist ein Goldschatz, ein echter Seelenhund! Jede Fellnase, die zu Dir in deinen Auslauf „gezogen“ ist, hast Du freundlich aufgenommen. Du bist immer offen auf Mensch und Tier zugegangen, auch wenn Dich in letzter Zeit dann doch langsam der Mut verlassen hat. Die letzten Monate waren schwer für Dich, Du hast Dir vor lauter Langeweile das Frustfuttern angewöhnt, bist ruhiger geworden und in Deinem eigentlich so aufgeweckten und fröhlichen Blick war die Traurigkeit plötzlich deutlich zu sehen. Es hat uns das Herz gebrochen. Wir hatten große Sorge, dass Du Dich aufgeben würdest.

Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und so haben wir schlussendlich gleich zwei Anrufe für Dich von lieben Familien erhalten. Schnell stand fest: 2022 wird Dein Jahr, Ambara! Nach langen Gesprächen haben wir alle gemeinsam entschieden, dass Du in der Schweiz Dein neues Zuhause finden sollst, bei tollen Menschen, die bereits viele Hunde - unter anderem auch von unserem Tierschutzverein - aufgenommen haben. Unsere ehemaligen Andújaner Jack und Blanco (jetzt Franco) leben ebenfalls dort und werden Dich ganz bestimmt freudig empfangen und Dir beim Eingewöhnen helfen.

Liebe Ambara, endlich können wir den Satz schreiben, der uns seit vielen Jahren auf der Seele brennt: Wir wünschen Dir von Herzen ein langes und wundervolles neues Leben in Deiner Familie!

Dein Team von den Vergessenen Pfoten!
Eine Vermittlung nach Deutschland ist aufgrund Ambaras geschätzter Rassezugehörigkeit leider nicht möglich. Für eine Vermittlung in andere Länder erfolgt die Prüfung der jeweiligen Einreisebestimmungen.

12/2021





Update 26.09.2021

Mit einer Wartezeit von über vier Jahren belegt Ambara nun den deprimierenden 1. Platz der Tiere, die in unserem Refugio am längsten auf ein Zuhause warten. Wir können kaum zum Ausdruck bringen, wie traurig wir darüber sind und wie sehr uns die Gesetze über sogenannte Listenhunde in den meisten europäischen Ländern zur Verzweiflung bringen.

Ambara ist eine tolle Hündin - sie bringt alles mit, was man sich unter einem Traumhund vorstellt. Sie ist fröhlich, liebt die Nähe zu Menschen und blüht auf, wenn man sich mit ihr beschäftigt. Sie ist neugierig, interessiert und freundlich gegenüber anderen Hunden. Was will man mehr? Wir sind uns sicher, dass diese wunderschöne Fellschnute schon längst ein Zuhause gefunden und ihre Besitzer um ihr Pfötchen gewickelt hätte, wenn die Gesetze sie doch nur lassen würden. Aber leider ist Ambara als American-Pitbull-Mischling wohl im falschen Körper geboren und so bleiben ihr viele tolle Chancen verwehrt, da gewisse Hunderassen mittels dieser „Listen“ pauschalisiert werden, ohne Rücksicht auf die individuellen Wesen dieser Tiere zu nehmen. Ein Sprichwort besagt „Der Hund ist ein Spiegelbild von dir – nicht von seiner Rasse.“ Ziemlich treffend, wie wir finden.

Wir geben die Hoffnung nicht auf und suchen weiter unermüdlich nach einem Zuhause für Ambara – in einem Land, in dem sie willkommen ist. Wenn Sie sich für Ambara interessieren und die Gesetze Ihres Landes die Haltung eines Listenhundes erlauben, so melden Sie sich sehr gerne bei Ambaras Vermittlerin.




Update 08.02.2020

Ambara ist eine ganz freundliche Hündin, die sich sehr gerne streicheln lässt. Ihr Leben im Refugio verbringt sie mit Bryan und sie verstehen sich wirklich gut.

Dennoch wünscht auch sie sich nichts sehnlicher als eine eigene Familie, wie alle Hunde, die in einem Tierheim leben müssen. Hier ist Ambara zwar sicher und leidet niemals Hunger und Durst, aber ausgelastet und beschäftigt ist sie hier nicht - so sollte langfristig kein Hund leben!

Wir hoffen trotzdem weiter, dass es Menschen gibt, die in einem Land leben, in das Hunde wie Ambara einreisen dürfen - bestenfalls findet sie in Spanien liebe Menschen, die ihr diese Chance geben.

Wir drücken alle Daumen und Pfoten - und wir erleben ja immer wieder solche Wunder...!




Update 14.06.2018

Bald ein Jahr ist es her, dass Ambara von Marga auf der Straße gefunden und ins Refugio mitgenommen wurde. Sie hat sich inzwischen gut in den Refugioalltag integriert. Nachdem China-Two nach Deutschland fliegen durfte, hat sie unserem Lukas Gesellschaft geleistet. Vor einigen Wochen durfte auch Lukas ausreisen und nun ist der stattliche Bryan Ambaras Gefährte.

Es macht uns sehr traurig, dass diese so liebe und nette Hündin aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit nicht nach Deutschland vermittelt werden darf. Wir hoffen so sehr, dass Ambara trotzdem ein Zuhause findet, in einem Land, welches sogenannten Listenhunden und deren Mischlingen nicht die Einreise verweigert. Es wäre ein Drama, wenn sie ihr ganzes Leben ohne eigene Familie und Beschäftigung im Refugio verbringen müsste.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und so warten wir jeden Tag auf den erlösenden Anruf des passenden Zuhauses für die hübsche Ambara...




09/2017





Andújar, den 24.05.2017

Ach, Ambara. Du bist ein wunderbarer Hund, ein Traumhund, könnte man wohl sagen. Du bist sehr verschmust und menschenbezogen, verstehst Dich problemlos mit anderen Hunden. Du suchst unsere Nähe und genießt die raren Streicheleinheiten.

Gefunden haben wir Dich in der Nähe des Industriegebietes in Marmolejo. Marga sah Dich dort einige Male. Sie wusste, dass wir Dich vielleicht niemals werden vermitteln können und Dir ein Leben im Refugio bevorsteht, doch konnte sie nicht an Dir vorbeifahren und nahm Dich schließlich mit.

Hübsche Ambara, man merkt, dass Du nicht nur gute Erfahrungen mit Menschen gemacht haben kannst, da Du bei schnellen Bewegungen Angst bekommst. Was hast Du erlebt?

Du bist zwei Jahre alt, lebensfroh, aktiv. Was für ein tolles Leben könntest Du in einer Familie haben!

Wir hoffen so sehr, dass Du nicht die nächsten zehn oder mehr Jahre in unserem Tierheim verbringen musst. Wir hoffen, dass sich jemand aus einem Land in Dich verliebt, in das Du einreisen kannst. Warum nur gibt es die Gesetze, die Dir die Chance auf ein neues, besseres Leben so erschweren?

Liebe Ambara, wir werden alles tun, um für Dich eine Familie zu finden!

Wir suchen für Ambara Paten, die uns dabei unterstützen, ihren Lebensunterhalt zu sichern.




Maya Schilling,
Kristin Mertens,
Yannick Schößow und
Günther Lehmann-Krickau
haben Patenschaften für Ambara übernommen :o)
Velen lieben Dank dafür!