Vergessene Pfoten e.V.
Nur mit dem Unmöglichen als Ziel kommt man zum Möglichen
29. Mai 2024
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Cooper

RasseDeutscher Schäferhund
Altergeb. ca. 10/2010
GeschlechtRüde
Kastriertja
HerkunftSpanien / Andújar
AufenthaltsortSpanien / Alicante

Größeca. 65 cm
Listenhundnein
Katzenverträglichunbekannt

Vermittlungsgebietkeine Vermittlung
++ Cooper wünscht sich Paten! ++

Update 05.02.2024

Coopers Pflegefamilie möchte mal wieder ein wenig über den wohl glücklichsten Hund der Welt berichten:

„Grüße vom Halbstarken, der inzwischen ein bisschen gesetzter ist. 

Noch immer genießt Cooper sein Leben, noch immer wird gepöbelt, wenn das Futter nicht schnell genug geliefert wird und noch immer sind die Toberunden mit uns heiß begehrt. Aber so langsam macht sich das Alter bei Cooper etwas mehr bemerkbar. Die Ohren machen immer mal wieder Probleme und die Arthrose ist mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Bei Bedarf unterstützen wir Cooper zusätzlich zu Librela mit Schmerzmitteln. Das Herz ist unverändert, was positiv formuliert heißt, es ist nicht schlechter geworden.

Insgesamt wirkt Cooper, als wenn die anfängliche Überdrehtheit ob der neu gewonnenen Freiheit sich etwas gelegt und Cooper begriffen hat, dass dieses neue Leben nun der Dauerzustand ist und er etwas "runterfahren" kann. Seine Lebensfreude ist aber nach wie vor täglich zu sehen und zu spüren.
Je nach Lust und Laune rennt er mit den anderen Hunden umher oder dreht allein seine Runden auf dem Grundstück. Spaziergänge sind für ihn das Allergrößte, aber natürlich achten wir darauf, dass es keine riesigen Runden sind - er selbst würde bestimmt immer weiter gehen. Da wir öfter mit dem Auto woanders zum Spaziergang hinfahren, ist auf dem Grundstück kein offenes Auto vor Cooper sicher, denn es könnte ja jederzeit losgehen. Im Zweifelsfall bleibt er dann auch einfach drin sitzen, auch wenn nichts passiert. :D

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es Cooper immer noch sehr gut geht, seine Medikamentenration natürlich nicht kleiner wird, ihm aber ermöglicht, sein Leben in vollen Zügen zu genießen.

Vielen Dank an alle Paten und natürlich auch an das Team der Vergessenen Pfoten, das auch den alten, kranken oder schwierigen Hunden eine Chance gibt.“




Update 01.09.2023

Coopers geht es blendend auf seiner Pflegestelle. Sein Familie hat sich mal wieder gemeldet, um ein wenig zu erzählen. Lest hier:

„Halbstark
Oh Baby, Baby
Halbstark
Oh Baby, Baby
Halbstark
Halbstark nennt man sie …

Kennt ihr das Lied? Auf jeden Fall passt es hervorragend zu Cooper. Er hat nämlich beschlossen, dass er jetzt in der Pubertät ist oder maximal gerade daraus entwachsen.
Sein Verhalten spiegelt dies auch deutlich wieder: Alles mögliche wird geklaut, um damit durch die Gegend zu toben. Es wird gepöbelt, wenn das Futter nicht schnell genug fertig ist. Gelegentliches Rumgeprolle gegenüber den anderen Rüden war auch kurz ein Thema. Im Affenzahn mit den anderen Hunden über das Grundstück flitzen und dabei elegant die zwei Stufen zum Eingang überspringen ist eine Selbstverständlichkeit geworden, ebenso wie die inzwischen morgendliche und abendliche Tobe-Einheit. Irgendwie wurde es versäumt, Cooper sein biologisches Alter mitzuteilen.

Nein, mal ernsthaft: Cooper hat sich wunderbar in unseren Haufen integriert, ist körperlich in sehr guter Verfassung und liebt das Leben. Er ist anhänglich und übermütig und versucht auch zunehmend mit den anderen Hunden zu spielen - oder mit irgendwelchen ergaunerten Sachen … Kaminholz, Leine, T-Shirts … .
Beim Füttern ist er tatsächlich sehr aufgeregt, da haben wir ihn immer im Blick, damit er nicht bei den anderen klaut, denn für Cooper kann es gar nicht genug Nahrungsmittel geben.

Natürlich ist seine Medikamentenration nicht gerade klein und vielleicht sollte er es manchmal etwas langsamer angehen lassen, aber wer möchte diesem glücksseligen Hund verbieten, die Abhänge heraufzustiefeln oder dort hoch motiviert Höhlen zu buddeln - naja, eher kleine Aussichtspunkte, aber immerhin.

Hätte uns jemand im Vorfeld diese Entwicklung prophezeit, hätten wir nur den Kopf geschüttelt. Erwartet haben wir einen verstörten, klapprigen, uralten Schäfi. Bekommen haben wir einen glücksschweinigen Sausebraus.“




Update 01.07.2023

Coopers Pflegefamilie berichtet über die ersten Tage mit ihrem neuen Schützling:

„So wütend und fassungslos uns Coopers Vorgeschichte macht, so glücklich macht es uns, ihn jetzt zu sehen. Als wir ihn abgeholt haben, kletterte er hinten in den T4, ließ sich problemlos anschnallen, guckte kurz aus dem Fenster und verschlief dann die knapp fünfstündige Fahrt.

Hier angekommen interessierte er sich zunächst überhaupt nicht für uns oder die anderen Hunde, sondern erkundete das ganze Grundstück. Unsere Hunde nahmen freundlich zur Kenntnis, dass da ein Neuer ist und das war´s. Irgendwann war er dann so müde, dass er sich in ein Bettchen gelegt und geschlafen hat.

Es ist toll zu sehen, dass er sich ab dann jeden Tag mehr und mehr über uns freut, sich kuscheln lässt und sich sogar auf den Rücken schmeißt, um sich strategisch günstig kraulen zu lassen. Inzwischen steht er auch wedelnd vor den anderen Hunden und versucht sich in Spielaufforderungen, wenn auch noch sehr unbeholfen.

Über das Grundstück zu streifen, liebt er und inzwischen wird sogar ein Sprint eingelegt, wenn er zu uns will. Alles wird genau erkundet, essbares Material wird immer gern genommen und er hat auch schon mal auf den Herd geguckt (natürlich sind Pfoten auf der Arbeitsfläche nicht gestattet, das haben wir dann auch nach dem Lachanfall liebevoll kommuniziert).

Der erste Tierarztbesuch zur allgemeinen Vorstellung verlief problemlos. Er hat natürlich diverse Baustellen, aber ist nicht in völlig schlechter Verfassung.

Für seine Vorgeschichte ist es unglaublich, wie entspannt und angstfrei er sich alles anguckt und wie schnell er verinnerlicht hat, wie es hier läuft. Uns ist das Herz aufgegangen, als Cooper auf dem Bett anfing zu toben. Dann auf dem Sofa und inzwischen tobt und rennt er draußen mit uns und auch ein bisschen mit den anderen Hunden. Ihm hat wohl keiner gesagt, dass er alt und unbeweglich ist... ;)

Der erste Spaziergang (natürlich doppelt gesichert) wurde mit der gleichen Lebensfreude absolviert, die er eh jeden Tag zeigt. Oh, ein Mandelbaum... oh, ein Olivenbaum... oh, ein Ast... oh, die anderen Hunde... oh, Herrchen und Frauchen... oh, ein Windhauch... und so weiter. Er scheint alles an Leben zu inhalieren und alles nachholen zu wollen. Wir wünschen uns so sehr, dass Cooper sein neues Leben möglichst lange genießen kann.

Vielen Dank an die Paten und das Team von den Vergessenen Pfoten, die uns Cooper anvertraut haben!“




Update 07.06.2023

Lieber Cooper,

so unfassbar traurig uns Deine Geschichte gemacht hat... so unendlich glücklich sind wir jetzt! Es ist ein großes Wunder, dass Du, lieber Cooper, es geschafft hast, nach 12,5 langen unwürdigen Jahren endlich Menschen zu finden, die Dir zeigen, was Leben, Liebe und Fürsorge bedeuten. Du darfst als Dauerpflegehund zu unserer lieben deutschen Auswandererfamilie, in der schon so einige Andújaner ein glückliches Leben verbringen dürfen.

Endlich wirst Du erfahren, dass Menschen auch liebevoll sein können, Du ihnen vertrauen kannst und sie Dich niemals enttäuschen oder einfach abschieben werden. Dein Lebensabend wird das Paradies auf Erden sein und das hast Du mehr als verdient!

Wir wünschen Dir und Deiner Familie von Herzen eine schöne, gesunde und glückliche Zeit. Und natürlich freuen wir uns über Nachrichten von Euch.




Andújar, den 11.04.2023

Viele Schicksale bewegen uns Tierschützer sehr. Manche Schicksale gehen auch uns ganz besonders ans Herz. Solch ein Schicksal bringt Cooper mit. Seine Geschichte macht uns traurig und fassungslos.

Cooper ist ein etwa 12,5 Jahre alter Schäferhund. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er unwürdig weggesperrt, in einer Garage ohne Fenster, in Dunkelheit ohne Tageslicht, ohne Ansprache, ohne Zuwendung und ohne Liebe. Kein Tier sollte so leben müssen und doch dauerte es fast ein ganzes Hundeleben lang, bis Cooper gerettet und ins Refugio gebracht wurde.

Cooper hat nie kennengelernt, wie es sich anfühlt, ein geliebter Hund zu sein. Er kennt keine Spaziergänge und keine Fürsorge.
Nach seiner Ankunft im Refugio lief Cooper den Auslauf auf und ab. Es schien, als würde er die Energie der letzten verlorenen Jahre noch in sich bewahrt haben. Der liebenswerte Rüde lebte sich schnell ein, zeigt sich freundlich und aktiv. Er lebt nun mit der Hündin Santa zusammen und sie verstehen sich sehr gut.

Das Refugio ist sicher ein besserer Platz, als Cooper ihn jemals hatte. Doch auch er soll erleben dürfen, wie es sich anfühlt, ein geliebter Hund in einem eigenen Zuhause sein. Er hat es so sehr verdient, Spaziergänge und frisches Gras unter seinen Pfoten zu erleben und danach ausgeglichen in einem eigenen weichen Hundebett zu liegen.

Wir wünschen uns Menschen für Cooper, die Raum und Verständnis für ihn und seine Geschichte haben. Cooper ist ein sehr aktiver Rüde, der ausgiebige Spaziergänge nachholen möchte und sicherlich auch Freude an der ein oder anderen Denksportaufgabe hätte. Altersgemäß wäre ein ebenerdiges Zuhause für den großen Rüden gut geeignet. Mit Geduld und Hundeverstand wird sich Cooper sicherlich zu einem treuer Begleiter entwickeln. Cooper ist bereit, den schönsten Teil seines Lebens bei lieben Menschen zu beginnen.

Coopers Vermittlerin freut sich auf Ihre Nachricht!








Tanja Rapp und
Gina Müller haben Patenschaften für Cooper übernommen :o)
Vielen lieben Dank dafür!