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Homero (jetzt Kuddel)


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Rasse Herdenschutzhundmischling
Alter geb. 15.08.2017
Geschlecht Rüde
Kastriert Ja
Herkunft Spanien / Andújar
Aufenthaltsort Spanien / Alicante

Größe ca. 80 cm
Anlagehund Nein
Katzenverträglich Unbekannt

Vermittlung keine Vermittlung
Schutzgebühr keine Vermittlung
Vermittlerin Thekla Held
E-Mail t.held(at)vergessene-pfoten.de
Telefon Bitte um Kontaktaufnahme per E-Mail

++ Kuddel wünscht sich Paten! ++

Update 03.01.2021

Kuddels Dauerpflegefamilie berichtet:

Nachdem wir ganz zufällig ein Foto von Kuddel (damals Homero), dem traurigen Riesen mit Leishmaniose und Osteochondrose, bekommen haben, haben wir uns zwar spontan verliebt, uns aber doch etwas Zeit gelassen um zu überlegen, ob wir noch einen Hund aufnehmen können und ob er passen würde. Nachdem Marga dann aber schrieb, er sei vom Charakter wie Monty und Bruce, war uns klar, dass er zu uns kommen soll.

Wir erwarteten also einen freundlichen, schüchternen Riesen mit diversen Gebrechen. Als Kuddel bei uns aus dem Auto stieg, erschien auch erst alles verhältnismäßig entspannt. Er stiefelte über das Grundstück, fand uns ganz okay (wiewohl er sich bei jeder schnellen Bewegung duckte) und ging auch nach kleinen Schwierigkeiten in das Haus, enterte ein bequemes Hundebett und schlief. Das war am Freitag.

Am Samstag ging er morgens recht entspannt raus. Und dann kam es…. Schüsse….. Jäger…. Leider wird in Spanien noch viel gejagt, wenn auch in der Regel nur Wochenende. Aber für Kuddel war das offenbar der Alptraum. Panisch in das Haus gerannt - zum Glück zumindest in das Haus - und im Badezimmer verkrochen. An ein Verlassen des Hauses war erst einmal nicht zu denken. Sobald wir uns ihm näherten, drehte er sich weg und duckte sich.

Wir waren zwar froh, dass er nicht in das Haus gemacht hat, andererseits wäre man nach 24 Stunden nahezu erleichtert, wenn der Hund zumindest IN das Haus pinkelte. Sonntag ist Kuddel dann kurz raus, direkt vor die Tür gepinkelt und wieder rein. Es zog sich dann über ca. 2 Wochen, dass er nur widerwillig vor die Tür ging, sich dort erleichterte und sofort wieder rein ging. Alles war ihm suspekt.

Gut, wir denken positiv: Er hat trotz allem nicht in das Haus gemacht und nach einem Tag seinen Platz im Badezimmer verlassen und ist feierlich vor die Spülmaschine gezogen (wir haben eine offene Küche, er lag geschützt in der Ecke und hatte trotzdem alles im Blick). Also ein Hundebett vor die Spülmaschine gepackt (der Hund soll es ja bequem haben) und akrobatische Übungen zum Ausräumen der Spülmaschine entwickelt.

Dann vor ca. einer Woche: Yeah, Kuddel kommt raus und stiefelt vorsichtig wieder durch die Gegend. Und dann ging es quasi Schlag auf Schlag: Erst nur zögernd mit uns raus, dann bis zum Tor und freudig hinterherlaufend (was wegen seiner Osteochondrose etwas merkwürdig aussieht). Dann auch ohne uns unterwegs (die Haustür ist fast immer offen). Und er kommt angelaufen, wenn man ihn ruft.

Und dann das Weihnachtswunder: Kuddel spielt! Total unbeholfen, aber voller Energie mit unserer OEB. Und dann mit einem alten Teppich, der draußen auf den Steinen liegt, damit nur ja nicht die Steine in die zarten Hundepöter pieksen. Er freut sich, wenn er uns sieht, und kommt angaloppiert. Falls er uns nicht eh den Weg abschneidet, um gekrault zu werden. Er duckt sich nur noch manchmal weg. Und er versucht jetzt auch mit uns zu spielen. Ein völlig tollpatschiger Riese, der offenbar zum ersten Mal nach langer Zeit spielt und Lebensfreude hat.

Obwohl wir ja schon einige Angsthunde aufgenommen haben, war es irgendwie nochmal anders und schlimm, einen so großen Hund so verängstigt zu sehen. Umso schöner ist es, ihn jetzt toben und mit den anderen Hunden über das Grundstück schlendern zu sehen. Oder wie er angehoppelt kommt und sich freut, wenn man ihn ruft. Er liegt immer noch gern vor der Spülmaschine, aber auch wieder auf den anderen Hundebetten. Und natürlich ist er sehr schnell erschöpft und muss sich wenigstens hinsetzen. Aber was für ein Traum war es, als er sich zum ersten Mal draußen mit uns in die Sonne legte (ähem, ja, in Spanien kann man sich auch mal im Dezember in die Sonne setzen).

Kuddeldaddeldu ist definitiv unser Weihnachtswunder: Nach zwei Wochen Einigeln hat er in der letzten Woche Quantensprünge gemacht. Toben (mit und ohne Spielpartner), eigenständiges Erkunden des Grundstücks, freudig angelaufen kommen und zum ersten Mal mit den anderen Hunden draußen fressen.

Eine große Hilfe sind für Kuddel eindeutig - von Smilla, unserer OEB als Tobepartnerin mal abgesehen - die beiden Mastin Espanols (Mixe?) Monty und Bruce. An ihnen orientiert sich Kuddel und vor allem Monty ist als „Onkel“ für alle auch hier wieder ein Vorbild durch sein Vertrauen und seine Gelassenheit. Mit Monty an seiner Seite hat Kuddel seine ersten Schritte ohne uns gewagt. Und wenn die beiden mal nicht zusammen unterwegs sind, ist die Freude bei Kuddel riesengroß, wenn er dann „zufällig“ auf Monty trifft. Und Bruce zeigt ihm, wie ein echter Herdenschutzhund alles bewacht… Auch wenn das Hinterherhoppeln noch ausbaufähig ist.

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Andújar, den 26.11.2020

Im Oktober ist ein neuer Hund ins Refugio eingezogen: Homero, ein stattlicher, 50 kg schwerer Herdenschutzhundmischling.

Homero lebte zuletzt in der Alten Perrera in Andújar, doch dort konnte er aufgrund seiner Erkrankungen nicht gut versorgt werden. Denn Homero leidet an Leishmaniose und – als wäre dies nicht genug – an Osteochondrose, einer degenerativen Erkrankung, welche den Abbau von Knochen und Knorpeln bewirkt. Homero benötigt daher täglich Medikamente und eine besondere Pflege, welche im Tierheim nicht gewährleistet werden kann.

Laura, eine weitere Tierschützerin aus Andújar, die viel in der Alten Perrera hilft, trat deshalb auf Marga zu und fragte sie, ob wir Homero nicht übernehmen könnten. Marga sagte sofort zu, da aber das Refugio auch nicht optimal für die Pflege eines kranken großen Hundes ist, schickten wir (selbstverständlich ohne jeden Hintergedanken) unserer deutschen Auswandererfamilie in Alicante einige Fotos von Homero und, wer sagt’s denn, die beiden verliebten sich sofort in den hübschen Rüden mit dem traurigen Schicksal.

Homero darf nun als Dauerpflegehund in Alicante leben, wo schon so viele unserer Hunde ein tolles Zuhause gefunden haben. Passend zum Einzug bekommt er auch einen neuen Namen: Kuddel!

Wir freuen uns sehr für Kuddel, diesen freundlichen Riesen, der bisher kein gutes Leben hatte und für den es Zeit wird, die schönen Seiten des Lebens zu entdecken. Bald schon wird Kuddel wissen, dass es Betten gibt, die extra für Hunde gemacht wurden, und wie weich diese sind. Er wird wissen, wie sehr Menschen Hunde lieben können und dass Hände wunderbar kraulen können.

Lieber Helmut, liebe Randi, vielen Dank für Eure erneute Hilfe!

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Theo benötigt Hilfe




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